Jeder hat sich schon einmal gesehen und in der Hand gehabt. Doch die wenigstens können sie lesen. Auf praktisch jedem Buch, dass man in Deutschland kaufen kann ist auf der Rückseite ein Strichcode. Darunter befinden sich auch noch Zahlen. Diese sagen dem Verkäufer an der Kasse aber nicht nur wie teuer das Buch ist, was wir gerade kaufen, sondern gibt ihm auch noch sehr viel mehr Informationen. Es handelt sich um die ISBN. Die Internationale Standardbuchnummer. Mit ihr lässt sich jedes Buch genau identifizieren. Sie ist folglich so etwas wie ein Personalausweis für Bücher.
Überall auf der Welt zu finden
Inzwischen ist nicht nur gedruckte Literatur Teil des ISBN-Systems. Auch Hörbücher, visuelle Medien und buchähnliche Dokumente tragen inzwischen eine ISB-Nummer. Auf diese Weise kann man ganz leicht ausländische Filme, English Books, als auch Fachzeitschriften von überall auf der Welt suchen und finden. Auch wenn dem Verkäufer der Autor oder Titel eines Buches nichts sagen will, so hat er durch die ISBN die Möglichkeit das Gewünschte Werk für den Kunden zu bestellen. Bis es aber soweit war, bedarf es einer Entwicklung, die ohne die Globalisierung nicht möglich gewesen wäre.
Seit über 50 Jahren ein Erfolgsmodell
Anfang der 60er Jahre wurde dieses System zur Standardisierung von Büchern in Großbritannien eingeführt. Rund ein Jahrzehnt später kam es schließlich auch nach Deutschland. Es dient dazu, Bücher eindeutig zuordnen zu können. Über die Jahre ist die Internationale Standardbuchnummer fast so lang wie ihr Name geworden. Im ganzen osteuropäischen Ausland, als auch im englischsprachigem Raum gab es Schwierigkeiten gab für neue Verlage passende Nummern zu finden.
Daher besteht die ISBN seit Anfang 2007 nicht mehr nur aus 10 Ziffern, sondern inzwsichen aus 13. Die Zusammensetzung des Zahlencodes gibt genau darüber Aufschluss, aus welchem Land der Artikel stammt und wo es hergestellt wurde. Zudem kann man nachverfolgen, bei welchem Verlag es erschien, also wer der Herausgeber ist, um welches Werk es sich genau handelt. Die für Viele im ersten Moment fast schon zufällige Anordnung von Zahlen und Strichen auf einem Buchrücken sagt also für mehr aus, als man im ersten Moment vielleicht denken mag.
Bild: panthermedia.net Georgios Kollidas


30. Dezember 2011
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